Funktionen – Arbeitsbereiche – Kennzeichen – Hilfsmittel

 

 

 

Selbstverständlich haben sich im Laufe der Zeit (FORTSCHRITT??) einige Inhalte bezüglich des Böllerschießens geändert. Trotzdem hat auch heute noch jeder eine bestimmte Funktion zu erfüllen.

 

 

Schießmeister (Schützenmeister)

 

 

Er ist verantwortlich für den reibungslosen Ablauf der verschiedenen Schussveranstaltungen (Ostern, Fronleichnam, Firmung, Hochzeiten etc.). Obwohl er ursprünglich laut Gesetz derjenige war, der eine Sprengmeisterberechtigung haben musste, ist er in Zeiten wie diesen (wo ja nur noch vorgefertigte Salutpatronen Kaliber 4 verwendet werden dürfen!) eher für die Behördenwege, Besorgung der genannten Patronen, Aufmunterung der Mannschaft und der Gäste, Schlepperdienste (Bierkisten usw.) zuständig. Seit einiger Zeit übt diese Funktion zur vollsten Zufriedenheit aller KRISTOF KARL JUNIOR aus.

 

 

Kanoniere

 

 

Ursprünglich mussten die Kanoniere die Lunte zum Glühen bringen, um schließlich den Inhalt der Mörser explodieren zu lassen. An den ersten Standorten benützte man dafür noch offenes Feuer, erst im Pfarrwald baute man einen Ofen aus Blech, den man vom Sägewerk GÖTZ organisierte. 1984 wurde ein neues Rohr nach umfangreichen statistischen Berechnungen durch MANFRED KRISTOF endgültig für die Ewigkeit einbetoniert. An kühlen Schießtagen ist dieser Ofen der beliebteste Treffpunkt von uns aber auch von anderen (noch) nicht erhitzten Gemütern. Heutzutage wird mit Salutkanonen geschossen. Die Funktion der Kanoniere, die die Nachschuboffiziere aufgrund der oft erhöhten Schussfrequenz zum verzweifeln bringen, üben wechselweise FRIEDRICH STEFAN; GÜNTHER BUZZI; STEFAN MESCHIK; JOSEF MORIC, KARL KIKEL und MARKUS MESCHIK aus.

Seit dem Jahr 2000 besitzen wir auch 2 Gaskanonen, mit denen wir zum Beispiel den Pfarrer bei der Fleischweihe nach Ladinach begleiten. Die Funktion der Gaskanoniere haben GERALD GABRIEL und MANUEL KIKEL über.

 

 

Lader (Stopfer)

 

 

Diese mussten früher die Böller stopfen. Begnadete Stopfer waren ANTON PLAUTZ vlg. TURK und AUGUST PACK vlg. URBANCEL. Zuerst gab man ein bis eineinhalb Stamperl Pulver aus einem Stoffsackerl in den Böller. Dann kamen Sägespäne dazu, die als erste Abdichtung dienten. Anschließend wurden Ziegelsplitter und sogar Fichtenzapfen als Füllmittel verwendet. Krönung der Arbeit war schließlich des Einfüllen gesiebten Schießpulvers in das Zündloch der bereits auf Steinen und Metallplatten liegenden Mörser. Alles weiter besorgten ab nun die Kanoniere. Den Titel Lader oder Stopfer (obwohl nicht mehr ausgeübt!) führen heute noch stolz MARKUS WISTER, RUDOLF KIKEL und ZDRAVKO GABRIEL.

 

 

Heizer

 

 

Dies ist die einzige Funktion, die sich nicht geändert hat. Damals wie heute musste er darauf achten, dass während der gesamten Schießzeit das Feuer nicht ausgeht (früher absolut notwendig für das Erhitzen der Lunte). War es einst JOSEF DEL FABRO vlg. URBANCEL, so übt heute diese Tätigkeit KONRAD DEL FABRO aus. Nebenbei ist er auch Betreuer der Leuchtraketenabschussrampe. Bedient man sich heutzutage des Holzes im Pfarrwald, so musste früher der Brennstoff von den Bauern in Oberkrajach erbettelt, hinaufgetragen oder von oben hinuntergeworfen werden.